Manifest wider die selbstverschuldete Unmündigkeit
Die Aktionsgruppe wider die selbstverschuldete Unmündigkeit meint: Sapere aude! 300 Jahre Aufklärung und wir haben nichts gelernt. Unmündig ist, wer sich diktieren lässt, wie er sein Leben zu gestalten hat. Reglementierung und Restriktion legitimiert durch gesundheitspolitisches Raisonnement. Dabei geht vergessen: Lebend kommt hier keiner weg!
1) Erkennen der Unmündigkeit. Wie weit darf Bevormundung aus gesundheitspolitischen Überlegungen gehen? Die Analogie zu sicherheitspolitischen Massnahmen ist unübersehbar. Staatliche Regelungen gegen individuelle Unberechenbarkeit haben Konjunktur. Der Mensch scheint nicht fähig, gesellschaftspolitisch angemessen zu handeln. Der Staat hat die Aufgabe der Erziehung des Menschen zum verantwortungsbewussten Bürger. Argument für die Bevormundung ist der Schutz des idealen Bürgers vor subversiven Elementen.
2) Offenlegen der Mechanismen. Gesetze dienen dem Schutz der Gesellschaft vor Willkür. Den humanistischen Werten wird durch Androhung und Vollzug strafrechtlicher Massnahmen Geltung verschafft. Das Volk bestimmt die Spielregeln gesellschaftlichen Zusammenlebens in demokratisch organisierten Abstimmungsritualen. Demokratie war nie reiner Ausdruck des Volkswillens, ist es noch heute nicht und wird es nie sein. Meinungen werden mit Argumenten gebildet. Argumente gewinnen durch Geld Gewicht. Eine Abstimmung gewinnen heisst: Argumente ins Volk tragen. Dies ist ein kostspieliges Unterfangen. Letztlich gilt also: Wer bezahlt entscheidet.
3) Überwindung des status quo. Selbstverschuldete Unmündigkeit kann nur durch das Engagement vieler überwunden werden. Exposition wo es sich lohnt! Einsatz bedeutet Investition persönlicher Zeit und eigener Fähigkeiten. Geld ist nichts anderes, als delegiertes Engagement. Der Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit ist nicht nur ein individueller, intellektueller Akt. Es genügt nicht das eigene Denken zu erneuern. Der Einsicht müssen Taten folgen.
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